Verkehrsunfallrecht: Professionelle anwaltliche Hilfe!

Ihre Rechte aus dem Autounfall setzen wir durch!
Ihre Rechte aus dem Autounfall setzen wir durch!

Hatten Sie einen Autounfall oder einen Fahrradunfall? Oder wurden Sie als Fußgänger verletzt? Wir geben Ihnen eine kostenfreie Sofort-Einschätzung, welche Rechte Ihnen zustehen und wie Sie erfolgreich, Ansprüche des Unfallgegners abwehren können. Entscheiden Sie sich dazu, unsere Kanzlei zu mandatieren, wickeln wir Ihren Verkehrsunfall mit der gegnerischen Versicherung kompetent und unkompliziert ab. Sowohl Sach- als auch Personenschäden gehören zu unserer jahrelangen Expertise.

 

Die häufigsten Fragen rund um den Verkehrsunfall...

... möchten wir Ihnen im folgenden beantworten. Zögern Sie jedoch nicht, uns Ihren Unfall individuell zu schildern. Wir werden Ihnen umgehend antworten. Übrigens: Unsere Kanzlei hat Büros in Nürnberg und Hersbruck. Wir unterstützen Sie bei Verkehrsunfällen im Großraum Nürnberg - Fürth - Erlangen, aber auch in der Oberpfalz m Bereich von Neumarkt, Sulzbach, Amberg und Regensburg. 


Kann ich als Leasingnehmer Schadensersatz geltend machen?

  • Schadensersatzansprüche wegen körperlicher Schäden stehen Ihnen ohne weiteres zu.
  • Auch Schäden, die Ihnen persönlich infolge des Unfalls entstanden sind (z.B. Mietwagenkosten, Fahrtkosten, Lohnausfall etc.).
  • Schäden im Zusammenhang mit dem verunfallten Fahrzeug stehen grundsätzlich dem Eigentümer zu. Das ist in der Regel die Leasinggesellschaft, die auch den Fahrzeugbrief hat. Allerdings sind Sie als Leasingnehmer vertraglich verpflichtet, die Schäden am Pkw im eigenen Namen geltend zu machen. Zu diesem Zweck wird Ihnen die Leasinggesellschaft eine entsprechende Vollmacht ausstellen, die Sie der gegnerischen Versicherung vorlegen müssen. Aufgrund dieser Vollmacht sind Sie in einem möglichen Rechtsstreit vor Gericht auch "aktivlegitimiert", d.h. Sie - und nicht die Leasinggesellschaft - treten als Kläger oder Klägerin auf.

Habe ich Anspruch auf die Einholung eines Gutachtens?

Grundsätzlich zählen die Kosten der Schadensfeststellung durch einen Sachverständigen zu den erstattungsfähigen Schadenspositionen. Die Erforderlichkeit der Einholung eines Schadensgutachtens ist ist lediglich bei Vorliegen eines Bagatellschadens nicht gegeben. Ob von einem Bagatellschaden auszugehen ist, hängt von zwei Faktoren ab:

  • Höhe der Reparaturkosten: Die Bagatellgrenze wird in der Rechtsprechung regelmäßig im Bereich zwischen 700,- und 1.000,- Euro angesetzt.
  • Äußeres Erscheinungsbild: Neben der Höhe der Reparaturkosten ist aber auch die Frage, ob es sich nach dem äußeren Erscheinungsbild des Fahrzeugs um einen Bagatellschaden handelt, von Bedeutung. So kann etwa bei rein punktuellen Beschädigungen der Stoßstange, Kratzern und Schleifspuren an der linken Stoßstangenecke oder Lackverkratzungen am hinteren Teil des Kraftfahrzeugs von einem Bagatellschaden ausgegangen werden.

Tatsächliche oder fiktive Abrechnung?

Grundsätzlich gilt: Liegt der kalkulierte Reparaturaufwand unterhalb des Wiederbeschaffungsaufwands, stellt die Abrechnung auf Ersatzbeschaffungsbasis keine wirtschaftlichere Alternative dar (BGH NJW 1992, 305).

 

Möchten Sie Ihren verunfallten Pkw tatsächlich reparieren lassen oder wollen Sie auf Gutachtensbasis ("fiktiv") abrechnen? Als Geschädigter haben Sie die freie Wahl! 


Wann liegt ein wirtschaftlicher Totalschaden vor?

Ein wirtschaftlicher Totalschaden liegt vor, wenn die Reparaturkosten zzgl. Wertminderung höher sind als der Wiederbeschaffungswert abzgl. Restwert. Abgestellt wird in der Regel auf die Bruttobeträge im Sachverständigengutachten.  

 

Zur Erläuterung:

  • Die Höhe der Instandsetzungskosten (Reparaturkosten) ergibt sich regelmäßig aus dem Schadensgutachten.
  • Der Wiederbeschaffungswert ist der Betrag, den ein Geschädigter zu einer Anschaffung eines gleichwertigen Ersatzfahrzeuges bei einem seriösen Gebrauchtwagenhändler nach dessen gründlicher technischer Durchsicht aufwenden muss.
  • Restwert: Der Sachverständige ermittelt regelmäßig auch den Restwert des beschädigten Fahrzeuges. Darunter ist der Preis zu verstehen, der auf dem regionalen Markt für das Unfallfahrzeug im beschädigten Zustand zu erzielen ist, nicht aber der Preis eines Sondermarktes der Restwertaufkäufer. 

Im Falle des wirtschaftlichen Totalschadens Ihres Fahrzeuges können Sie in der Regel nur den Wiederbeschaffungsaufwand (= Wiederbeschaffungswert ./. Restwert) und nicht den Reparaturaufwand (= Reparaturkosten + merkantiler Minderwert) geltend machen. Hiervon gibt es aber wichtige Ausnahmen:

 


Fiktive Abrechnung und Mehrwertsteuer

Bei der fiktiven Abrechnung auf Gutachtensbasis können Sie grundsätzlich nur die Netto-Beträge geltend machen. Mit Urteil vom 05.04.2022 (Aktenzeichen: VI ZR 7/21) hat der Bundesgerichtshof insoweit klargestellt: Der Geschädigte kann nicht zunächst auf Netto-Gutachtenbasis (kalkuliert mit hohen Stundenverrechnungssätzen einer Vertragswerkstatt) abrechnen und dann (nach Reparatur in einer preisgünstigeren Werkstatt) die nach anderweitiger Wiederherstellung (preiswertere Werkstatt) angefallene MwSt ersetzt verlangen. Eine Kombination fiktiver und konkreter Schadensberechnung ist insoweit nicht zulässig (z.B. Teilreparatur zur Wiederherstellung der Verkehrssicherheit des Unfallfahrzeugs).


Senden Sie uns Ihre kostenfreie Anfrage!

Hinweis: Bitte die mit * gekennzeichneten Felder ausfüllen.


Aktuelles:

Kein Ersatz von Mehrwertsteuer bei fiktiver Abrechnung

Mit Urteil vom 05.04.2022 (Aktenzeichen: VI ZR 7/21) hat der Bundesgerichtshof entschieden: Wählt der Geschädigte den Weg der fiktiven Schadensabrechnung, kann er den Ersatz von Umsatzsteuer nicht verlangen. Dies gilt auch dann, wenn im Rahmen einer durchgeführten Reparatur tatsächlich Umsatzsteuer angefallen ist. Eine Kombination fiktiver und konkreter Schadensberechnung ist insoweit nicht zulässig (hier: Teilreparatur zur Wiederherstellung der Verkehrssicherheit des Unfallfahrzeugs).

 

mehr lesen

Kein Anspruch auf Erteilung einer Reparaturfreigabe

Das Oberlandesgericht Celle hat mit kürzlich veröffentlichtem Urteil vom 01.12.2021 (Aktenzeichen: 14 U 83/21) eine lange Zeit umstrittene Frage geklärt: Ein Geschädigter hat gegenüber der gegnerischen Haftpflichtversicherung keinen Anspruch auf Erteilung einer Reparaturfreigabe. Dies gilt zumindest dann, wenn die gegnerische Haftpflichtversicherung die Besichtigung des verunfallten Fahrzeuges nicht begehrt hat.

mehr lesen

Klickpedale lösen beim MTB kein Mitverschulden aus

Das OLG Schleswig hat mit Urteil vom 28.09.2021 (Az.: 7 U 29/16) klargestellt, dass eine Geschwindigkeit von bis zu 16 km/h und die Nutzung von sog. Klickpedalen auf einem unebenen und unbefestigten Feldweg („Cross-Country-Bereich“) grundsätzlich keine Obliegenheitsverletzung eines erfahrenen Mountainbikefahrers darstellen. Die als Werkseinstellung übliche „mittlere Einstellung“ der Federspannung ist auch für den Einsatz im Cross-Country-Bereich nicht zu beanstanden. Dem über einen Stacheldraht gestürzten und querschnittsgelähmten Kläger sprach das Oberlandesgericht ein Schmerzensgeld von 800.000,00 € zu.

mehr lesen

OLG Köln: Vorschäden am Unfall-Pkw

Das Oberlandesgericht Köln hat mit nunmehr veröffentlichtem Urteil vom 21.01.2021 (Az.: 15 U 164/19) klargestellt, dass Im Falle von Vorschäden des beschädigten Fahrzeugs der Geschädigte kompatible Schäden nur dann ersetzt verlangen, wenn mit überwiegender Wahrscheinlichkeit gemäß § 287 ZPO feststeht, dass diese Schäden nicht im Rahmen des Vorschadens entstanden sind bzw. die Vorschäden bereits sach- und fachgerecht repariert worden waren.

mehr lesen

BGH: Kopf- und Nackenschmerzen als unfallbedingte Körperverletzung

Mit nunmehr veröffentlichtem Urteil vom 23.6.2020 (Aktenzeichen: VI ZR 435/19) hat der Bundesgerichtshof klargestellt, dass Voraussetzung eines unfallbedingten Schadensersatzes nicht unbedingt der Nachweis einer sog. HWS-Distorsion ist. Es genügt, wenn bewiesen werden kann, dass der Geschädigte an Kopf- und Nackenschmerzen litt. 

 

mehr lesen